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Kunde

Klima- und Energiefonds

Usability Design Elektromobilität

Die österreichischen Modellregionen der Elektromobilität verfolgen derzeit noch voneinander unabhängige Strategien in Bezug auf Gestaltung von Infrastruktur, Services und Leitsystemen. Auch die Fahrzeugindustrie verwendet ganz unterschiedliche Ansätze. Die Vielfalt dieser Insellösungen ist für die Konsumenten verwirrend und schafft Zugangsbarrieren zu den Elektromobilitätsangeboten.

Um die Attraktivität wie den Nutzen und somit die Akzeptanz zu erhöhen, entwickelten wir im Rahmen der Ausschreibung des Klima- und Energiefonds „Modellregionen Elektromobilität 2012“ Strategie und Designkonzept für ein einheitliches und durchgängiges Usability Design. Dieses soll Orientierung im elektrischen Verkehrssystem bieten, Systembrüche reduzieren und die multimodale Verkehrsnutzung erleichtern. Unser Förderprojekt „Nutzerorientierte E-Mobilität durch konsistentes Usability Design“ dient so der öffentlichen Bewusstseinsbildung und der Steigerung der Bekanntheit von und des Vertrauens der Nutzer in Elektromobilität. Dieses Projekt wurde aus Mitteln des Klima- und Energiefonds gefördert und imRahmen des Programms „Modellregion Elektromobilität 2012“ durchgeführt.

Design of Vision

Design of Vision

Strategie für österreichweites Gesamtsystem Elektromobilität

Konsumenten, die sich elektrisch angetrieben bewegen wollen, wünschen sich ein multi-modales, einfaches, zukunftsweisendes Gesamtsystem, das jederzeit das richtige Fortbewegungsmittel anbietet. Während des Aufbaus der Pilotregionen Elektromobilität standen naturgemäß aber die technischen Aspekte und die Entwicklung von Services im Vordergrund. Weniger Aufmerksamkeit wurde bisher auf den überregionalen Zugang zu den Angeboten sowie die Benutzerfreundlichkeit aus Kundensicht gelegt.

Ein System für alle

Für ein attraktives Elektro-Mobilitätsangebot ist die Zusammenarbeit von zahlreichen unterschiedlichen Stakeholdern ausschlaggebend. Stromlieferanten, Infrastrukturanbieter, IT-Dienstleister, Fahrzeughersteller und die einzelnen Modellregionen haben verschiedene Lösungen im Portfolio und treten mit unterschiedlichen Logos auf. Ziel unseres Projektes war es, zum Nutzen aller Beteiligten ein Gesamtsystem zu entwickeln, das bundesweit und international vermarktet werden kann. Dieses soll nicht in Konkurrenz zu den bestehenden Angeboten stehen, sondern deren übergeordnete Klammer bilden und den Zugang sowie die Nutzung erleichtern.

Wir haben Vision und Strategie der bestehenden Modellregionen genauso analysiert wie deren Angebote und Markenauftritte. Relevante Mitbewerber, Benchmarks und Trends wurden untersucht und eine detaillierte User Analyse vorgenommen. Der Kaufentscheidungs- und Nutzungsprozess wurden im Rahmen von Mystery Shopping genau untersucht.

Bundesweiter Zugang und einfache Nutzung

So konnten die kritischen Erfolgsfaktoren und Bewertungskriterien für nutzerorientiertes Usability Design definiert werden: Die ganzheitliche Gestaltung der Elektro-Mobilitätsangebote mit den Schwerpunkten Barrierefreiheit von Infrastruktur und Services, Intermobilität und durchgängige Signage, Symbolik und Leitsysteme.

Integriertes Design

Integriertes Design

Durchgängige Usability von Produkten und Services

Wir haben eine integrierte Designsprache über alle Kontaktpunkte hinweg entworfen und die verschiedenen Stilelemente auf Produkt-, Service- und Markenebene festgelegt. Im Fokus standen durchgängige Kennzeichnung, einheitliche Benutzungslogik, hoher Wiedererkennungswert und internationale Verständlichkeit der Elektro-Mobilitätsangebote.

Als geeignete Form der Markenarchitektur wurde die Mega-Brand identifiziert. Als eine Benchmark diente das in Österreich verbreitete Bankomatzeichen: Mit hoher Wiedererkennung kennzeichnet es österreichweit Geldbehebungs- und Bezahlungsangebote der unterschiedlichsten Bankinstitute und Anbieter. Die von uns entwickelte Marke soll ebenso absolut keine Konkurrenz zu den bestehenden Modellregionen darstellen, sondern diese als übergeordnete Klammer durchgängig zusammenfassen.

Durchgängige und international verständliche Symbolik

Mit „Ladestation“ wurde bewusst ein sehr plakatives Naming gewählt, um bei der Einführung zusätzliches Werbebudget einzusparen. Das prägnante Bildzeichen leitet sich aus dem bekannten Icon für Elektro-Tankstellen – bestehend aus Batteriesymbol und Stecker – ab. Die Farbwelt ist klar, freundlich und auffällig – in einem frischen Blauton, der einerseits Assoziationen mit Strom, andererseits mit Nachhaltigkeit hervorruft. Die Anwendungen des Logos wurden in unterschiedlichen Bereichen visualisiert: Leitsystem, Ladestellenfinder via App, Online-Plattform etc.

Als Ergebnis des Projektes liegen Empfehlungen für die durchgängige Gestaltung der Elektro-Mobilitätssysteme, ein Maßnahmenkatalog für die akkordierte überregionale Umsetzung, schematische Visualisierungen von ausgewählten Systemelementen sowie ein konzeptionelles Manual für die Auszeichnungen der Ladestationen vor. Unser Projekt bietet so die optimale Basis und ausreichend Potenzial für die einheitliche, durchgängige und für Nutzer klare Kennzeichnung von Ladestationen und Leitsystemen - sowohl in den einzelnen Modellregionen Elektromobilität als auch österreichweit.

User Acceptance Test

User Acceptance Test

Online-Befragung innerhalb der Zielgruppe

Mittels einer Online-Befragung unter Elektromobilitäts-affinen Personen wurde die Akzeptanz gegenüber dem durchgängigen Usability Design abgefragt. Um eine klare Empfehlung aus Sicht der User abgeben zu können, wurden insgesamt zwei unterschiedliche Logo-Konzepte getestet. Die „Ladestation“ wurde von der Mehrheit der bestehenden und potenziellen Kunden aus dem B2B- und B2C-Bereich bevorzugt.

Die Befragten bestätigten eindeutig, dass ein einheitliches Leitsystem bei der Orientierung hilft, die Mobilität erleichtert, die Akzeptanz der User erhöht, eine multimodale Verkehrsnutzung vereinfacht sowie die Bekanntheit und das Vertrauen in die Elektromobilität erhöht.