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Design Engineering:

Idealer Produkt-entwicklungsprozess

28.11.2011
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An der Fachhochschule Wels wurde in unserem Auftrag eine Projektarbeit zum Thema Design und Engineering durchgeführt. Ziel war es, den Produktentwicklungsprozess an den Schnittstellen zwischen Design und Engineering zu analysieren, Problembereiche zu erkennen und ein Lösungsmodell für das Innovationsmanagement zu entwickeln.

„Design Engineering – Einbettung in den Innovationsprozess“ war der Titel des Projektes, das wir im Sommersemester 2011 an der der Fachhochschule Wels in Auftrag gaben. Studenten der Abteilung Innovations- und Produktmanagement befragten dazu 20 Unternehmen aus unterschiedlichen Branchen, z.B. Automobilindustrie, Maschinen- und Anlagenbau, holzverarbeitende Industrie und andere. An der Studie beteiligten sich Unternehmen unterschiedlicher Größenordnungen: Das Spektrum reichte von fünf Mitarbeitern und einem Jahresumsatz von 0,7 Millionen Euro bis zu 1.400 Mitarbeitern und einem Umsatz von 200 Millionen Euro.

Die Studenten der Fachhochschule fanden im Zuge der Arbeit heraus, dass die Bereiche Design und Konstruktion meistens getrennt behandelt werden. Dabei geht die treibende Kraft je nach Branche entweder vom Marketing oder von der Technik aus, was zu entsprechenden Unterschieden im jeweiligen Produktentwicklungsprozess führt. Schnittstellen werden in beiden Fällen entweder gar nicht oder nur mangelhaft genutzt. Die Studie ergab weiters, dass Erfahrungen aus der Fertigung und solche des gesamten Produktlebenszyklus oft nicht in den Designprozess einbezogen werden. Dies hat zur Folge, dass Produkte gestaltet werden, die in der Produktion nicht realisiert werden können.

Richtig verstandenes Design Engineering muss aber die Bereiche Produktdesign und Konstruktion auf möglichst effiziente Weise miteinander verbinden. Denn der Begriff Design Engineering steht für die Gesamtheit der Aufgaben, um eine Idee bis zum fertigen Produkt zu entwickeln. Idealerweise sollten der Produktdesignprozess und der Konstruktionsprozess im Rahmen eines Design-Engineering-Prozesses also miteinander einhergehen. Dies bringt wesentliche Vorteile für das Unternehmen: Der Informationsfluss wird optimiert und kostspielige, zeitaufwändige Rückkoppelungen vermieden.

Aufbauend auf der Studie konnte ein den gesamten Entwicklungsprozess umfassendes Prozessmodell präsentiert werden. Darin werden die richtigen Schnittstellen zwischen Produktdesign und Konstruktion klar aufgezeigt und der ideale Prozessablauf genau dargestellt.