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Globale Verantwortung praktisch umsetzen

Gelebte Corporate Social Responsibility

10.12.2014
icepseminarankndigung

Im Rahmen von corporAID - der österreichischen Plattform für Wirtschaft, Entwicklung und globale Verantwortung - präsentierte ICEP am 26. und 27. November 2014 das Seminar "Globale Verantwortung praktisch umsetzen". Unser Senior Innovation Consultant Barbara Hofleitner präsentierte im Rahmen der Veranstaltung unser Forschungs- und Entwicklungsprojekt „Ländliche Biogas-Mobilität in Brasilien“ als Best Practice-Beispiel.

Unternehmen sind in Entwicklungs- oder Schwellenländern mit ganz anderen gesellschaftlichen, ökologischen und politischen Rahmenbedingungen konfrontiert als in europäischen Märkten. Steuern Unternehmen diese Themen offensiv und strategisch an, tragen sie zur nachhaltigen Entwicklung bei und übernehmen globale Verantwortung. Das corporAID Seminar "Globale Verantwortung praktisch umsetzen" vermittelte, wie sich Risiken und Chancen entlang der globalen Wertschöpfungskette identifizieren lassen und passende Lösungsansätze entwickelt werden können.

Wichtig in diesem Zusammenhang ist ein Bewusstsein für die verschiedenen Levels auf denen Corporate Social Responsibility gelebt werden kann: Während sich projektorientierte CSR nicht auf das Kerngeschäft bezieht und beispielsweise als Charity Projekt Niederschlag in Marketing und PR findet, dient qualitätsorientierte CSR in Form von Zertifizierungen und Verbesserungsmaßnahmen dem Qualitätsmanagement des Unternehmens. Leider ist letztere oft schwierig kommunizierbar und liefert nur geringe Innovationsimpulse.

Innovationsorientierte CSR wiederum erfordert ein Umdenken und führt zu neuen Geschäftsmodellen. Dadurch stößt sie allerdings auch auf Innovationsbarrieren, Risiken und Widerstände. Auf der höchsten Stufe findet sich der ganzheitliche Ansatz der wirkungsorientierten CSR: Im Rahmen des strategischen Managements widmet er sich allen Wirkungszusammenhängen im Unternehmen. Eine besondere Herausforderung in diesem Zusammenhang liegt in der Messbarmachung der Nachhaltigkeit und des Impacts eines Projektes in Bezug auf das jeweilige Schwellen- und Entwicklungsland. Die Definition von Indikatoren in den Dimensionen „Gesellschaft“ und „Umwelt“ ist oft deutlich schwieriger als die von wirtschaftlichen Kennzahlen.

Barbara Hofleitner illustrierte innovationsorientierte und wirkungsorientierte CSR durch unserer F&E-Projekt im Kontext der Biogas-Mobilität in Brasilien. Sie zeigte, wie wir im Rahmen von Frugal Innovation eine Produktinnovation an die Bedürfnisse von Schwellenländern anpassen und in ein Gesamtsystem entsprechender Infrastruktur einbetten - nicht ohne auch über das Unternehmen hinaus Auswirkungen auf Wirtschaft, Gesellschaft und Umwelt ganzheitlich mitzudenken.