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Spirit in Alpbach

Arbeitskreis Smart City

01.09.2014
alpbach_smartcitywien

Die Vision der Smart City und entsprechende intelligente wie nachhaltige Lösungen bilden einen wichtigen Schwerpunkt unserer Arbeit. Georg Wagner nahm deshalb auch an dem Arbeitskreis in Alpbach teil, der sich unter dem Titel "Sozioökonomische Aspekte der Smart City" mit der Stadt der Zukunft beschäftigte - einer smarten City in der individuelle Lebensqualität und Entwicklungschancen, Partizipation und Inklusion ebenso gesichert sind wie ökonomische Standortqualität.

Unsere Heimatstadt Wien wird aufgrund ihrer Initiativen zum Thema Smart City immer wieder mit renommierten Auszeichnungen prämiert. Von dem von der Stadtplanung und diversen Stakeholdern erarbeiteten Prozess (Smart City Charta Vienna) wurden bereits zahlreiche Aktionen abgeleitet, die sich derzeit in Umsetzung befinden. Ziel ist es, eine gemeinsame Problemsicht herzustellen, zur Teilnahme zu motivieren, Dialogfähigkeit sicherzustellen, Ziele und Maßnahmen zu definieren und Diversität zu berücksichtigen. Vor allem internes und externes Schnittstellenmanagement sowie die Selbstorganisation der Bürger spielen dabei eine zentrale Rolle.

Experten wie Martin Krajcsir, Generaldirektor der Wiener Stadtwerke, Birgit Murr, Leiterin der Science and Technolgy Section an der österreichischen Botschaft in Peking und Arnulf Wolfram, Head of Infrastructure & Cities CEE, Siemens AG Österreich mit dem Thema: Einigung herrschte über die Notwendigkeit der Optimierung des Lebens der Bürger und über die Bedeutung der sozialen Aspekte in den Städten der Zukunft. Während in China das Internet hohe Bedeutung für die Mitbestimmung der Bürger hat und dazu koordiniert eingesetzt wird, herrscht in Wien teilweise noch Ängste in Bezug auf Datensicherheit. In den meisten Fällen sind Städte jedenfalls stark dezentralisiert organisiert und es herrscht kaum Kommunikation zwischen einzelnen Abteilungen. Open Data und Plattformen kommt dadurch große Bedeutung zu.

In Wien wurden im Rahmen der Smart City Vienna Initiative in einem partizipativen Prozess möglichst viele Stakeholder einbezogen. Dennoch liegt die Herausforderung darin, einen repräsentativen Querschnitt der Bevölkerung zu erreichen und mitgestalten zu lassen. Spirit Design befasst sich sehr intensiv mit dem Thema Smart City und baut sein Beratungsangebot in diesem Bereich aus: Wir sammeln daher derartige Learnings und arbeiten an der Aufbereitung von Benchmarks für die Übertragung auf weitere Städte. Während in Wien etwa 60 bis 70% staatliche Wohnungen aufweist und Fernwärme daher sehr effizient eingesetzt werden kann, spielt anderen Großstädten – wie etwa in Südamerika die Datengewinnung noch eine absolut grundlegende Rolle. Zentral dafür ist es, die Bevölkerung soziologisch differenziert zu betrachten, die Bürger einzubinden und mit ins Boot zu holen. Wir arbeiten daher – zum Beispiel auch mit den Studenten der TU Eindhoven – an einem Tool, das beispielsweise über Smart Phone, Partizipation ermöglicht und so zur Koordination der Prozesse beiträgt. Der Arbeitskreis Smart City in Alpbach und die Meinung der anwesenden Experten hat uns in diesen Überlegungen bestärkt.