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Ökosoziale Innovation

Systeminnovation auf der Basis von Abfall

19.06.2015
rotekreise

Die Herausforderungen der Zukunft liegen vor allem in den Bereichen Ernährung, Umweltverschmutzung und Mobilität:

Die Weltbevölkerung wächst unaufhaltsam - und damit auch ihr Nahrungsbedarf. Bis 2050 ist, um die gesamte Welt zu ernähren, eine Erhöhung der Lebensmittelproduktion um 50% erforderlich. Gerade in den Gebieten mit dem größten Wachstum droht Mangelernährung. 1,5 Milliarden Kleinbauern weltweit könnten dem entgegen wirken – auf Basis der Verwertung ihrer eigenen Abfälle.

Die Lebensmittelproduktion und -lagerung erzeugt im Jahr immerhin 1,3 Milliarden Tonnen Abfälle, die man zumindest teilweise recyceln kann, indem man sie in den Kreislauf zurückführt und wiederum für die Produktion nutzt. Damit könnte auch der drohenden Umweltverschmutzung entgegengewirkt werden: Denn das Recycling dieser landwirtschaftlichen Abfälle vermindert auch die weltweiten CO2-Emissionen um 5%.

Was die Mobilität betrifft, lässt sich die zunehmende Verteuerung fossiler Treibstoffe beobachten: So ist der Dieselpreis zwischen 2002 und 2012 um beachtliche 250% gestiegen. Die Kosten für Treibstoff und Dünger machen daher inzwischen mehr als 50% der Gesamtkosten der Lebensmittelproduktion aus. Hier schließt sich der Kreis: Denn auch dadurch wird es wiederum schwieriger die Weltbevölkerung zu ernähren.

Gemeinsam mit unserem brasilianischen Partner CIBiogás (finanziert durch eines der international größten Wasserkraftwerke ITAIPU) haben wir eine Vision im Umgang mit diesen Herausforderungen: Wir arbeiten in einer Pilotregion in Brasilien an einer Systeminnovation, die durch die Verwertung von Abfällen und Produktionsresten lokale Kleinbauern zu Energielieferanten macht – und so nicht nur für sie eine Lebensgrundlage schafft.

Lesen Sie hier alle Details zu unserem Projekt "Atmove Biogas Innovationszentrum" - Infrastruktur für Biogas-basierte Mobilität in ländlichen Gebieten Brasilien >