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VCÖ prämiert Spirit und Projektpartner

Mobilitätspreis für Forschungsprojekt SynArea

16.09.2015
sd_vcoe_preisverleihung

"Mobilität im Wandel" war das Motto beim diesjährigen VCÖ-Mobilitätspreis. Prämiert wurden auch heuer wieder die besten Projekte für nachhaltige Mobilität und effizienten Transport. Einer der großen Gewinner unter den insgesamt 326 Einreichungen war unser Forschungsprojekt SynArea. Dieses zeigt mögliche Zukunftslösungen für Mobilität im ländlichen Raum auf. Die Grundidee des Projekts ist die Konzentration des öffentlichen Verkehrs auf regionale Hauptrouten mit konsequenten, dichten Takten und optimierten Anschlüssen. Ergänzt wird dies durch die vollständige Erschließung des Siedlungsraums mit einer Kombination aus einem flächendeckenden Leihsystem für Elektroleichtfahrzeuge sowie einem umfassend angebotenen Anrufsammeltaxi.

Den von Umweltminister Andrä Rupprechter im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung überreichten VCÖ-Mobilitätspreis in der Kategorie "Forschungsprojekte" nahm unser Senior Consultant, Edith Hartmann, gemeinsam mit unseren Projektpartnern entgegen. Die Jurybegründung zur Auszeichnung lautete: „Es ist eine große Herausforderung, in dünn besiedelten Regionen ein umweltfreundliches und vielfältiges Mobilitätsangebot aufzubauen. Dieses Konzept zeigt, wie es gehen kann und wie einer breiten Bevölkerungsgruppe im ländlichen Raum ein attraktives und ökologisch nachhaltiges Mobilitätsangebot bereitgestellt werden kann."

Das gemeinsam im März 2015 abgeschlossene Forschungsprojekt SynArea wurde vom Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) im Rahmen des Programms „Mobilität der Zukunft“ gefördert und im Konsortium durchgeführt.

Initiative und Leitung des Forschungsprojekts lagen bei unserem Projektpartner, der ÖBB Personenverkehr AG, die das Mobilitätsangebot entworfen und die wirtschaftliche Gesamtbewertung durchgeführt hat. Wir haben die Nutzerbedürfnisse erhoben und bei der Fahrzeug- und Angebotsentwicklung mit Usability-Aspekten beraten. AMSD hat Fahrzeuge und Leihstellen technisch konzipiert und Anschaffungs- und Betriebskosten ermittelt. komobile hat die Verkehrsnachfrage multimodal modelliert und damit Grundlagen für die Dimensionierung des Leihstellensystems sowie für die Gesamtbewertung ermittelt. VSI/TU Graz hat die Auswirkungen auf das Unfallgeschehen unter Berücksichtigung des Konzeptfahrzeuges und der veränderten Zusammensetzung des Straßenverkehrs simuliert.

Das im Rahmen unseres Projektes entworfene Mobilitätsangebot SynArea ermöglicht eine Reduktion des Individualverkehrs und bietet auch Menschen ohne eigenen PKW wesentlich mehr Fahrtmöglichkeiten. Das ist möglich, weil die Leihfahrzeuge speziell für ländliche Regionen und Zielgruppen mit unterschiedlichen Bedürfnissen zugeschnitten sind. So hängt die Höchstgeschwindigkeit des Fahrzeugs von der Lenkberechtigung des Nutzers ab. Bei Bedarf können auch mehrere Fahrzeuge zusammengekoppelt werden. Die Arbeitsteilung zwischen Öffis, Leihfahrzeugen und AST ist so optimiert, dass die Vorteile jedes Bausteins bestmöglich genutzt werden können.

Ein Beispiel: Eine Pendlerin aus Rauchenwarth im nördlichen Wiener Becken, die in Wien arbeitet, hat jetzt eine stündliche Busverbindung zu einer U-Bahn-Station. Der letzte Bus nach Rauchenwarth fährt aber bereits um 18:10 Uhr. Daher nutzt sie oft ihr Auto für den Arbeitsweg. Nach der Umsetzung von SynArea bleibt die Fahrzeit zu den Stoßzeiten gleich, der Bus fährt nun exakt im Stundentakt als Zubringer zum REX-Zug nach Gramatneusiedl. Bleibt sie länger in Wien, fährt sie mit dem REX-Zug nach Gramatneusiedl und leiht sich eines der am Bahnhof bereit stehenden SynArea-Leihfahrzeuge aus, mit dem sie bis zur Leihstation in Rauchenwarth fahren kann. Aufsperren und Ausleihen funktioniert mittels Bankomatkarte, die Fahrt mit dem Leihfahrzeug ist bereits in ihrer Jahreskarte inkludiert.

Jurybegründung des VCÖ und weitere Preisträger hier nachlesen >

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